Autowartung 2026: Was hat sich bei E-Autos verändert?
Die Autowartung hat sich 2026 durch Digitalisierung und neue Antriebstechnologien fundamental verändert. Moderne Fahrzeuge erfordern andere Wartungsintervalle und -maßnahmen als ihre Vorgänger.
Elektroautos brauchen deutlich weniger Wartung. Kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, kein Auspuff. Die jährlichen Wartungskosten liegen im Durchschnitt 60 Prozent unter denen von Verbrennern. Hauptaugenmerk liegt auf Bremsen, Reifen und der Batterie-Gesundheit.
Predictive Maintenance wird Standard. Fahrzeuge überwachen ihre Komponenten permanent und melden Verschleiß, bevor ein Problem auftritt. Der Bordcomputer schlägt automatisch Werkstatttermine vor und bucht diese auf Wunsch direkt.
Die Batterie-Diagnose ist entscheidend bei E-Autos. Moderne Diagnosegeräte können den Zustand einzelner Batteriezellen analysieren. Regelmäßige Software-Updates optimieren das Batterie-Management und verlängern die Lebensdauer erheblich.
Over-the-Air Updates haben die Werkstattbesuche reduziert. Viele Probleme werden durch Software-Updates behoben, die nachts automatisch installiert werden. Tesla, Mercedes und BMW bieten umfassende OTA-Funktionalität.
Reifenwartung bleibt wichtig. Durch das höhere Gewicht von E-Autos verschleißen Reifen schneller. Spezielle EV-Reifen mit verstärkter Seitenwand und geringem Rollwiderstand sind mittlerweile verfügbar und halten länger.
Bremsenwartung bei E-Autos ist speziell. Durch Rekuperation werden die mechanischen Bremsen seltener genutzt und können korrodieren. Regelmäßige Funktionsprüfungen sind wichtiger als bei Verbrennern.
Klimaanlagen-Service wird oft vernachlässigt. Gerade bei E-Autos ist eine effiziente Klimaanlage wichtig, da sie direkt die Reichweite beeinflusst. Eine Wartung alle zwei Jahre wird empfohlen.
Hochvolt-Systeme erfordern speziell geschultes Personal. Nicht jede Werkstatt darf an E-Autos arbeiten. Zertifizierte Fachkräfte für Hochvolt-Systeme sind Pflicht. Beim Werkstattbesuch immer nach entsprechenden Zertifikaten fragen.
Kosten für Inspektionen sind gesunken. Eine typische Inspektion bei einem Elektroauto kostet 150 bis 250 Euro, bei Verbrennern 300 bis 500 Euro. Die Intervalle sind mit 30.000 Kilometern oder zwei Jahren großzügiger.
DIY-Wartung wird komplizierter. Während einfache Arbeiten wie Scheibenwischwechsel machbar bleiben, erfordern die meisten anderen Eingriffe professionelles Equipment. Die Zeiten, in denen man alles selbst reparieren konnte, sind vorbei.
Wichtig ist die Wahl der richtigen Werkstatt. Freie Werkstätten haben aufgeholt und bieten oft günstigere Preise als Vertragshändler. Wichtig ist die Hochvolt-Zertifizierung und Erfahrung mit der jeweiligen Marke.
